Die Geschichte und Erfolge des 1.FC Fortuna Roth

www.fortuna-roth.de

Im April 1921 wurde der Fußballverein im Gasthaus Funk zu Roth aus der Taufe gehoben. Den Anstoß hierzu gab der Korbwarenfabrikant Hans Unterburger. Das war zu einer Zeit, als in Roth noch kaum jemand ein Fußballspiel gesehen hatte. Doch die Jugend stand diesen Anfängen sehr aufgeschlossen gegenüber, ja sie war schon damals begeistert. Nur wenige Wochen später ging man daran den Verein offiziell zu gründen. Hans Unterburger war es wieder, der den Namen 1.Fußball-Club "Fortuna" Roth vorschlug. Dabei ist es bis heute geblieben.

Als 1.Vorstand wurde der Gastwirt Georg Funk gewählt. Er stiftete dem Verein als Anfangsgeschenk 5 neue Fußbälle, die den Namen "Stuhlfaut" trugen. Das war zu der damaligen Nachkriegszeit eine schöne Starthilfe. Die ersten "Übungsabende" fanden in der "Dorfwiese" statt. Jeden Abend kam die interessierte Dorfjugend zusammen und spielte Fußball.
Schon bald ging man daran das erste "Wettspiel" auszutragen. Dieses fand an einer Obersdorfer Kirchweih auf einer Wiese in Obersdorf gegen den Fußballclub Obersdorf statt. Die Rother spielten mit langen Hosen und Schnürstiefeln. Die Obersdorfer hatten schon damals Sportkleidung und Fußballstiefel. Das Spiel endete 2:0 für Obersdorf.


Nachdem sich die erste Begeisterung etwas gelegt hatte, ging man daran den Verein zu organisieren. Schmiedemeister Fiedler stellte seine Wiese als Sportplatz (Richtung Mönchkröttendorf) zur Verfügung. Zum ersten Spiel auf den neuen Platz zog die Mannschaft mit Musik durch das Dorf. Voraus ging Vorstand Funk und Schmiedemeister Fiedler im schwarzen Anzug und weißen Handschuhen. Nun begann auch ein geregelter Spielbetrieb. Der Verein schloß sich damals der Sportbewegung der "Deutschen Jugend-Kraft" (DJK) an. Die damaligen Gegner waren Obersdorf, Mistelfeld, Zapfendorf, Ebing, Breitengüßbach und besonders Bamberger Vereine. Zu den Auswärtsspielen ging es zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Oft mußten zwei Mann auf einem Fahrrad fahren, weil ja nicht jeder ein solches besaß. Bei größeren Strecken (Bamberg und Umgebung) wurde ab Lichtenfels die Eisenbahn benutzt (soweit Geld vorhanden war!).

Den ersten Rückschlag erhielt der junge Verein, als schon ein Jahr später, im Jahre 1922, Vorstand Funk verstarb. Als sein Nachfolger wurde Nikolaus Weberpals aus Roth gewählt. Dies war während der Inflation. Wie die finanziellen Verhältnisse waren kann sich jeder selbst vorstellen. Vorstand Weberpals verstand es aber den Verein gut über diese schwere Zeit zu bringen. Ende der 20er Jahre wechselte der Verein zur freien Sportbewegung mit dem Sitz in Leipzig über.


Als Vorstand Weberpals von Roth nach Mistelfeld verzog, wurde als neuer Vorstand Andreas Herold gewählt. In dieser Zeit kamen einige Spieler von Marktzeuln nach Roth. Die Mannschaft wurde dadurch erheblich verstärkt.

1928: 1.Mannschaft des FC Fortuna Roth auf dem Sportplatz in Michelau


Der Spielbetrieb wurde nun mehr in die Kronacher Gegend verlegt. Vereine, die aus unserer Gegend der freien Sportbewegung angehörten, waren u.a. Obersdorf, Weismain, Altenkunstadt. Spiele wurden außerdem in Küps, Kronach, Tettau, Tonberg und sogar bis zur ehemaligen Zonengrenze ausgetragen. Mittlerweile hatte die Vorstandschaft Joseph Mahr übernommen. Unter seiner Leitung wurde der Verein nach 1933 wegen seiner politischen Einstellung (die freie Sportbewegung tendierte mehr zur SPD) gezwungen sich aufzulösen. Das Vermögen wurde beschlagnahmt und die Unterlagen vernichtet. Zwangsläufig mußte nun der Verein bis nach dem 2.Weltkrieg ruhen.

Doch schon gleich nach dem Ende des 2.Weltkrieges begann die sportliche Jugend wieder mit dem Spielbetrieb. Das erste Spiel fand ohne Anmeldung im Juli 1945 in Neuensee statt. Auf dem Weg dorthin wurden die Spieler von den amerikanischen Besatzungssoldaten 2 Stunden festgehalten. Doch das machte der Freude am Spiel keinen Abbruch. Das Spiel fand trotzdem statt und es wurde halt etwas später gespielt. Die eigentliche Wiedergründung des Vereins fand am 15.August 1945 in der Wirtschaft Murrmann in Siedamsdorf anläßlich einer Wiedersehensfeier der heimgekehrten Kriegsteilnehmer statt. Eine Hutsammlung ergab laut Kassabuch den Betrag von 60,- Mark. Das war das Anfangskapital im Jahre 1945. Der erste Nachkriegsvorstand war Fritz Fischer.
Außer gegen Neuensee wurden im Jahre 1945 Spiele ausgetragen gegen Mistelfeld, Beiersdorf, Weismain, Redwitz und Horb.
Auch wurden in den Jahren 1945 bis 46 fast jeden Sonntag und sogar öfters an Werktagen Tanzveranstaltungen im Saale Funk und in Mönchkröttendorf abgehalten. Getränke gab es dabei nicht, es wurde nur getanzt. Interessant ist eine Eintragung vom 20.1.1946 im Kassabuch. Da wurde für eine Vereinsfeier ein Faß Bier zum Preis von 400,- Reichsmark in Bamberg persönlich abgeholt. Geld war ja vor der Währungsreform genügend vorhanden. Die ersten Nachkriegsdresse wurden Anfang 1946 von Frl. Cilly Fischer zum Preis von 25,- Reichsmark genäht. Als Sportplatz stellte nach dem Krieg Schmiedemeister Fiedler sein Grundstück sofort wieder zur Verfügung. Kurze Zeit mußte dann auf der Wiese von Bauer Georg Funk gespielt werden. Doch seit Anfang 1947 befindet sich der Sportplatz ununterbrochen auf dem Grundstück der Familie Fiedler, Roth.
Im Jahre 1946 spielte der FC Roth gegen folgende Mannschaften: Weismain, Trieb, Schwürbitz, Marktzeuln, Horb, Neuensorg, Neuses, Neuensee, Weidhausen, Michelau, Schney, Mistelfeld, Staffelstein und Mönchkröttendorf. Später wurde auch gegen Obersdorf, Klosterlangheim, Lettenreuth und am 25.5.1947 gegen Münchberg gespielt.

Im April 1947 übernahm als neuer Vorstand Johann Fischer die Leitung des Vereins. Er mußte den Verein über die Zeit der Währungsreform hinwegführen, was nicht immer einfach war.

Ende 1948 bis 17.1.1951
war dann Johann Beierlein Vereinsvorstand. In dieser Zeit war der Spielermangel und die Geldknappheit wohl der größte Gegner des Vereins. An sportliche Erfolge war da nicht zu denken.

Vom 17.1.1951 bis 9.5.1953 war dann Gg.Fischer 1.Vorstand. In seiner Zeit wurde die schlechte finanzielle Lage besonders durch Theaterspiele im Saale Funk gemeistert. Sportlich war nicht mehr als ein Mittelplatz in der C-Klasse möglich. Unter seiner Leitung wurde auch das 30-jährige Bestehen im kleinen Rahmen gefeiert. Festkommers war am 9.6.1951 in der Wirtschaft Denscheilmann. Am 10.6.1951 war am Sportplatz ein kleines Sportfest und abends Tanz im Saale Funk. Den Einnahmen von 440,- DM standen Ausgaben von 260,- DM gegenüber, was für die damalige Zeit als Erfolg gewertet wurde.

Vom Mai 1953 bis Ende 1958 übernahm Georg Funk die Vereinsführung.

Ab 1959 bis Juni 1960 wurde Hans Beierlein zum 1.Vorstand gewählt.

Vom 15.6.1960 bis 18.6.1964 wurde dann Alois Kränzle die Vereinsführung übertragen. Unter seiner Leitung fand vom 3.6. bis 6.6.1961 das 40-jährige Vereinsjubiläum statt. Der Festkommers war unter Mitwirkung der Musikkapelle Roth und des Gesangsvereins Isling im Saale Funk. Bei den sportlichen Veranstaltungen am Sportplatz kam am zweiten Tag nachmittags ein so großes Unwetter, daß es den Bratwurst- und Zuckerstand umwarf, die Spieler und Zuschauer davonliefen und die Veranstaltung abgebrochen werden mußte. In der Zeit von Alois Kränzle fielen auch die bisher größten Erfolge. Die Mannschaft wurde in den Jahren 1962 und 1963 jeweils 2. bzw. 3. In der C-Klasse Lichtenfels. Allerdings stieg damals nur der Meister in die B-Klasse auf.

Am 18.6.1968 trat Alois Kränzle die Vereinsführung ab und übergab Adolf Baier den Posten des 1.Vorstands. Baier gründete am 1.8.1967 eine selbstständige Jugendmannschaft. Darüber gingen anfangs die Meinungen sehr auseinander. Später erwies sich die Jugendmannschaft als ein großer Vorteil für den Verein. Am 2.3.1968 stellte Baier sein Amt zur Verfügung.

Bis 12.1.1969 führte dann Andreas Zapf den Fußball-Club weiter.

Ab 12.1.1969 bis 1971 war wieder Alois Kränzle der Vorstand des FC Roth. Durch seine Initiative spielt seit 1969 eine Reservemannschaft.
Im Juli 1970 hat der damalige Kassier Georg Fischer eine Schülermannschaft ins Leben gerufen.

 

1970: 1.Mannschaft Pokalsieger in Arnstein


1971: 50-jähriges Vereinsjubiläum


1.Mannschaft des FC Fortuna Roth


von links nach rechts: Vorstand A.Kränzle, 2.Vorstand u. Spielleiter H.Weberpals, B.Tischer, L.Rupp, A.Krappmann, R.Kränzle, R.Gebhard, N.Hetzel, Trainer H.Fuß; kniend: A.Kremer, R.Tischer, G.Wagner, H.Pöhner, R.Wagner, Gg. Beuschel.

2.Mannschaft des FC Fortuna Roth


von links nach rechts: Kassier Gg.Fischer, J.Pülz, A.Körber, W.Eck, H.Schütz, H.Schnapp, N.Kraus, F.Will; kniend: M.Will, H.Schnappauf, M.Gahn, J.Helgert, W.Herold.


Jugendmannschaft des FC Fortuna Roth


von links nach rechts: A.Schnappauf, M.Krappmann, H.Wachter, H.Krappmann, F.Kraus, K.Tischer, Spielleiter H.Beierlein; kniend: H.Schnapp, R.Fleischmann, S.Fleischmann, M.Holley, B.Schnapp.

Schülermannschaft des FC Fortuna Roth


von links nach rechts: Spielleiter Gg.Fischer, Gg.Kremer, R.Schmidt, K.-H.Pülz, A.Kirschner, A.Holley, R.Krappmann, A.Judex, K.Krappmann, R.Kirschner, H.Fischer, E.Fischer; kniend: L.Schnapp, R.Fischer, W.Hetzel, Gg.Reuter, A.Wagner.




Nun endlich ging es auch sportlich deutlich aufwärts für den FC Fortuna: Der Nachwuchs wurde gleich dreimal nacheinander (1972 bis 74) C-Jugendmeister.

1974, Andreas Zapf war inzwischen neuer Vorsitzender, wurde der A-Jugendmeisterschaftstitel nach Roth geholt. Auch die Reserven errangen mehrmals die Meisterschaft (1975, 1976).

1977 war dann ein ganz entscheidendes Jahr in der Vereinsgeschichte und ein großer Grund zur Freude beim erneuten Vorsitzenden Georg Fischer: Geschafft wurde der Aufstieg in die B-Klasse! Und schon drei Jahre später, 1980, wurde der FC Fortuna Roth B-Klassen-Meister und stieg für drei Jahre in die A-Klasse auf. 1977 wurde die Jugendmannschaft zudem A-Jugend-Stadtmeister und 1980 Hallenkreismeister des Landkreises Lichtenfels. Nach dem erneuten Abstieg der Herren in die B-Klasse gelang auf Anhieb erneut der Sprung in die A-Klasse, allerdings wieder nur für eine Saison und ab 1985 spielte der 1.FC Fortuna Roth insgesamt 17 Jahre lang in der B-Klasse.

Die 1.Mannschaft wurde 1981 Stadtmeister, die C-Jugend holte 1988 das Tripple „Meisterschaft, Kreis-Pokal-Meister, Stadtmeister“.

1984 kam eine weitere Abteilung hinzu: Eine Altherren-Mannschaft wurde gegründet.

Sogar internationale Sportbegegnungen fanden in den `80ern statt: 1981 fuhren die Fußballer nach Buch in Tirol, zweimal, 1986 und 1988, reiste man mit dem Bus ins spanische Callela.

Mit dem Bau und der Inbetriebnahme des schönen, modernen Sportheims Ende der 80er Jahre und dessen Einweihung im August 1990 konnte sich ein ganz großer Wunsch des FC Fortuna Roth und insbesondere des damaligen Vorsitzenden und späteren Ehrenvorsitzenden Georg Fischer erfüllen, der zweifelsohne die treibende Kraft bei diesem Vorhaben war. Fast alles wurde in Eigenleistung erbracht, man war bestrebt, Räumlichkeiten hauptsächlich für sportliche Zwecke zur Verfügung zu haben, wie Umkleiden und Duschen.


Erfolge von 1971 bis 1990 chronologisch aufgelistet:

1971: 1.Mannschaft Pokalsieger in Kleukheim


1972: C-Jugend Meister in der Gruppe S3


1973: C-Jugend Meister in der Gruppe S3


1973: C-Jugend Pokalsieger in Roth


1973: A-Jugend Pokalsieger in Roth


1974: A-Jugend Meister in der Gruppe J-1


1974: C-Jugend Meister in der Gruppe Kreisklasse-Süd


1974: 1.Mannschaft Pokalsieger in Arnstein


1974/75: Fairneßurkunde


1975: 2.Mannschaft Meister


1975/76: Fairneßurkunde


1976: 2.Mannschaft Meister


1977: 1.Mannschaft Pokalsieger in Arnstein


1977: Aufstieg in die B-Klasse


1977: A-Jugend Stadtmeister


1978/79: Fairneßurkunde


1980: A-Jugend Kreis-Hallen-Meister

 

1979/80: 1.Mannschaft Meister der B-Klasse Lichtenfels und damit erstmaliger Aufstieg in die A-Klasse Lichtenfels-Coburg


1980 bis 1983: Spielbetrieb in der A-Klasse Lichtenfels-Coburg


1981: Pfingstturnier in Buch/Österreich


1981: 1.Mannschaft Stadtmeister


1984: 1.Mannschaft Meister der B-Klasse Lichtenfels und damit erneuter Aufstieg in die A-Klasse Lichtenfels-Coburg

1984/85: Spielbetrieb in der A-Klasse Lichtenfels-Coburg


1986: Alte Herren Sieger im H. Jung-Gedächtnisturnier


1986: Pfingstturnier in Calella/Spanien


1986/87: Fairneßurkunde


1988: Pfingstturnier in Calella/Spanien


1988: C-Jugend Meister in der Gruppe Kreisklasse Süd


1988: C-Jugend Kreis-Pokal-Meister


1988: C-Jugend Stadtmeister



1989: C-Jugend Meister im A.-Herzig-Turnier

Ab 1990 stand Günter Wagner dem Verein vor. Auch unter seiner Leitung konnten zahlreiche respektable Erfolge im gesamten Verein verbucht werden: Die 1.Mannschaft holte 1990 und ab 1992 dreimal hintereinander den Hallenstadtmeistertitel, die A-Jugend erreichte 1991 die Meisterschaft und wurde 1990 und 1992 Stadtmeister und die D7-Jugend konnte 1991 die Kreis-Pokal-Meisterschaft gewinnen.

1992: 1.Mannschaft Hallenstadtmeister


1992
: Alte Herren Sieger im Jürgen Beier Gedächtnisturnier in Nürnberg


1992
: A-Jugend Pokalsieger in Michelau


1993/94: Fairneßurkunde

In den folgenden Jahren gab es, rein sportlich gesehen, weder nennenswerte Erfolge, noch Mißerfolge zu verzeichnen. 1995 kam es zur „Reaktivierung“ einer F-Juniorenmannschaft und dieser Jahrgang wurde bis zum Übertritt in die Herrenmannschaften von Georg Kremer trainiert, also 12 Jahre lang.

Im Juli 1996 feierte man 4 Tage lang das 75-jährige Jubiläum mit einem stattlich sportlichen, aber auch musikalischen Programm. Rechtzeitig zu diesem Jubiläum wurde auch eine Damenmannschaft gegründet, die am Jubiläumsfreitag mit ihrem allerersten Spiel gegen den Schwabthaler SV den sportlichen Reigen eröffnete.

1996: 75 Jahre 1.FC Fortuna Roth

Unter dem 1998 zum 1.Vorsitzenden gewählten Norbert Hetzel kam es im Juni 2000 zur Fertigstellung eines zweiten Fußball-Hartplatzes, der bis dato in den Wintermonaten immer noch sehr viel Anklang findet bei Nachbarvereinen und höherklassigen Vereinen unserer Region. Die im selben Jahr von der Fortuna zu leistende Kanalanschlußkosten-Eigenbeteiligung von ca. 11000,- Euro war natürlich ein schwer zu verdauernder Brocken nach den großen Investitionen in den neuen Sportplatz.

Ein nach Fertigstellung des Hartplatzes vergrabenes 30000 Liter Blechfaß zum Sammeln des Drainagenwassers, wegen seines Aussehens auch U-Boot genannt, verhielt sich wie ein solches und tauchte, obwohl komplett eingegraben, jedoch unbefüllt, durch den Grundwasserdruck wieder auf. 2000 hätte das Sportheim auch ein Raub der Flammen werden können; ein Abfalleimer-Brand verkohlte aber glücklicherweise nur die Holzverkleidung hinter der Theke und verrußte den gesamten Gastwirtschaftsraum-Bereich.

Alle sportlichen Erfolge, Mißerfolge und auch hohe Auszeichnungen treten in solch einem Vereinsleben in den Hintergrund, wenn man Unglück und Verluste ertragen und verarbeiten muß, wie sie dem Verein in den folgenden Jahren wiederfuhren: Die 1. Herrenmannschaft stieg 2002 nach Relegation in die A-Klasse ab. Erheblich schwerer wie ein sportlicher Abstieg wog jedoch der unerwartete Tod unseres Vorstandskollegen Roland Fleischmann im Januar 2003, der insgesamt 23 Jahre lang als Jugendleiter tätig war. Im Frühjahr 2004 sorgte ein Sturm dafür, dass die äußeren beiden Flutlicht-Holzmasten abknickten, glücklicherweise der dem Sportheim am nächsten stehende selbiges aber nicht traf. 2004 konnte ebenso über Relegation, der Wiederaufstieg in die Kreisklasse geschafft werden.

Saison 2003/2004: Aufstieg in die Kreisklasse LIF II

Bei der Aufstiegs-Triumphfahrt kippte der vollbesetzte Traktoranhänger auf dem Weg von Isling zurück nach Roth um, bei dem die Beteiligten sehr viel Glück im Unglück hatten und ein Großaufgebot an Hilfskräften mit 2 Hubschraubern und mehreren Sanitätswagen von Nöten war. Die für den Verein sehr schwere Zeit schien kein Ende zu nehmen, als sich der nächste und auch nicht letzte Schicksalsschlag ereignete: Im Januar 2005 verstarb plötzlich und unerwartet der 1.Vorsitzende Norbert Hetzel und die Geschicke des Vereins leitet von da an der 2.Vorsitzende Michael Fischer in Kooperation mit weiteren Vorstandsmitgliedern bis zu den Neuwahlen im Januar 2006, bei denen Christian Kniebel, vormals 1.Spielleiter, zum 1.Vorsitzenden gewählt wurde. Und im Oktober 2006 verstarb nach kurzer, schwerer Krankheit der, bis zu seiner Krankheit, langjährige Schriftführer und unser “Mädchen für alles“, Nikolaus Dillinger.

Eine wichtige Errungenschaft und letztendlich auch Erleichterung für das sportliche und verwaltungstechnische Vereinsleben war die Fertigstellung des Garagen-Neubaus im September 2006.

Im Jahre 2005 rief man eine U13(D)- und U15(C)-Juniorinnenmannschaft als Unterbau für die Damenmannschaft ins Leben und dieser Schritt erwies sich für die Zukunft als sehr bereichernd für den Verein, da in den darauffolgenden Jahren auch weitere Altersklassen eingeführt werden konnten und bereits mittelfristig beachtlich Erfolge vorzuweisen waren. Im Jahr 2006 wurde der 1.FC Fortuna Roth mit dem „Sepp-Herberger-Preis“ des Deutschen-Fußball-Bundes für besondere Verdienste um den Mädchen- und Schülerfußball ausgezeichnet.

Ab 2004 stellten sich also wieder vermehrt sportliche Erfolge in den Abteilungen ein und es war zudem ein Aufschwung im Juniorenbereich zu verzeichnen: 2004 und 2005 wurden die C-Junioren Meister, 2009 und 2010 die U17(B)-Juniorinnen ebenso und 2009 errang die Altherrenmannschaft den Hallen-Stadtmeister-Titel. Im Jahr 2007 gelang es, eine Bambini-Mannschaft zu gründen, die man in der darauffolgenden Saison in den geregelten F-Junioren-Spielbetrieb führte, die aktuell die E-Jugend-Altersklasse vertritt und denen bereits eine jüngere Juniorenmannschaft nachfolgt. Die Junioren ab der Altersgruppe D hoch bis zu den A-Junioren werden seit 2008 in der bewährten Jugend-Förder-Gemeinschaft JFG Leuchsental e.V. mit den Vereinen FV Mistelfeld, SpVgg Isling und FC Fortuna Roth als Stammvereine verwaltet.

Ein kleiner Wermutstropfen ist der Abstieg der 1.Herrenmannschaft im Jahr 2010 in die A-Klasse gewesen und die Tatsache, daß der Wiederaufstieg im Jahr 2011 knapp verpasst wurde. Trotz alledem war das Jahr 2011 ein besonders erfolgreiches, einerseits in sportlicher Hinsicht, weil die Altherrenmannschaft erneut den Hallen-Stadtmeister-Titel holen konnte, die U15(C)-Juniorinnen Vizemeister wurden, die Reserve-Herrenmannschaft nach langer Zeit wieder einmal Meister wurde und die Damenmannschaft zum ersten mal seit ihrem Bestehen die Meisterschaft errang und damit in die Bezirksliga aufstieg, andererseits, weil eine weitere Dusch- und Umkleidemöglichkeit im Keller des Sportheims für den immens gestiegenen Spielbetrieb geschaffen werden konnte.

Die 1. Herrenmannschaft hat es im Jahre 2012 durch einen Gewaltakt geschafft, vom 8ten Tabellenplatz nach der Winterpause noch den 2ten Platz zu erreichen und über die Relegation aufzusteigen. Die Aufstiegsfeier verlief im Gegensatz zur letzten ohne Probleme, es erfolgte keine Hängerfahrt wie 2004, aber die Jungs sind mitten in der Nacht mit wehenden Fahnen - echte und auch Alkoholfahnen - durch das Dorf gezogen.

Saison 2011/2012: Aufstieg in die Kreisklasse CO/LIF

Die 2.Herrenmannschaft ist auch wieder Meister geworden. Die Damenmannschaft konnte sich in der Bezirksliga leider nicht etablieren und ist wieder abgestiegen. Die U15(C)-Juniorinnen wurden erneut Vizemeister und unsere F-Junioren waren im Jahr 2012 auch sehr erfolgreich.

Die 1.Herrenmannschaft hat in der Saison 2012/2013 einen Gewaltakt wie im Vorjahr beim Aufstieg nicht wiederholen können und ist als Tabellenletzter in die A-Klasse abgestiegen. Die zweite Herrenmannschaft schloß im ersten Jahr als aufstiegsberechtigte A-Klassenmannschaft mit dem 6.Platz ab. Die Damenmannschaft hielt das selbst erklärte Ziel, wieder in die Bezirksliga aufzusteigen, nicht ein. Die U17-Juniorinnen konnten ihr hohes Niveau der letzten Jahre weiterhin aufrecht erhalten und wurden 2013 abermals Meister. Die F-Junioren spielten in der Saison 2012/2013 neuerdings ohne Tabelle, sind aber ungeschlagen durch ihre Saison marschiert.

Im Januar 2014 übernimmt der "ewige zweite Vorstand" Michael Fischer das Ruder der Fortuna und tritt somit in die Fußstapfen seines verstorbenen Vaters und Ehrenvorsitzenden Georg Fischer.

Die 1.Herrenmannschaft wurde in der Saison 2013/2014 Vizemeister und ihr gelingt der Aufstieg in die Kreisklasse über die Relegation.

Saison 2013/2014: Aufstieg in die Kreisklasse CO/LIF

Die Damenmannschaft wurde 2014 Meister und das bedeutet den Bezirksliga-Aufstieg. Zudem holten sie zum ersten mal seit Bestehen den Kreispokal.

Saison 2013/2014: Damen-Meister Kreisliga + Kreispokalsieger

Die U17(B)-Juniorinnen und E-Junioren(E2) errangen in der Saison 2013/2014 ebenso die Meisterschaft und unsere D-Junioren (JFG Leuchsental) waren auch sehr erfolgreich und wurden Vizemeister.

Saison 2013/2014: U17-Juniorinnen-Meister

In der Saison 2014/2015 konnte, wegen zu wenig Spielerinnen, keine eigene U17(B)-Juniorinnen-Kleinfeldmannschaft mehr ins Rennen geschickt werden. So schloß man sich einer Großfeld-Spielgemeinschaft (SG) 1.FC Lichtenfels (TSV Gleußen/FC Lichtenfels/FC Michelau/FC Fortuna Roth) an. Diese Mädchen treten nun geschlossen in die Rother Damenmannschaft über, so dass die erfolgreiche "Mädchen-Ära" des 1.FC Fortuna Roth vorerst endet. Bei den Herren (I+II), den Damen und den Mannschaften unserer Jugendabteilung JFG Lichtenfels-Leuchsental (SpVgg Isling, FV Mistelfeld, Fortuna Roth und DJK Lichtenfels) hat sich in der Saison 14/15 nichts ausergewöhnliches ereignet und alle haben mehr oder weniger erfolgreich die Klasse gehalten. Zu erwähnen ist noch ein Spielabbruch im letzten Saison-Herrenheimspiel (1.Mannschaft) gegen den SC Jura Arnstein mit Polizeieinsatz.

In Bearbeitung!


 

 


Webdesign by Kosso.

Bayerischer Fußballverband